| Meinung: Fragebogen Kelberg 2020-2025 |
| Politik - Fragebogen |
| Geschrieben von: Reiner Saxler |
| Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 21:12 Uhr |
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Meine Meinung
Welches Gesicht hat Kelberg 2020, 2025?
Laut Statistisches Landesamt Rheinland Pfalz hat unser Dorf 1960 Mitbürger (Stand 31.12.09) Die Bevölkerungsentwicklung in unserem Dorf ist seit 2003 leicht rückläufig. Seit 2003 sind in der Bevölkerungsbewegungsstatistik mehr Fortzüge wie Zuzüge aufgeführt. Die Liste der Geburten und Gestorbenen hält sich bis jetzt noch etwa die Waage. Entwicklungen in der Alterstruktur lassen erkennen, dass 20,8% der Menschen im Alter von 1 bis 20 Jahre 17,1% der Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahre 22,3% der Menschen im Alter von 35 bis 50 Jahre 39,8% der Menschen im Alter von 50 und älter sind Das bedeutet, dass in unserem Dorf 37,9% jüngere Menschen leben von denen wahrscheinlich X % eher auch wegziehen werden. Das bedeutet auch, das 22,3% der Menschen wahrscheinlich eher in Kelberg bleiben als wegzuziehen Und es sieht danach aus, das 39,8% Kelberg als ihr zu Hause ansehen und hier alt werden wollen. Wie die Situation dann 2020 oder 2025 ist kann man leicht hochrechnen. Unsere Gemeinde wird sich auf jeden Fall in den nächsten Jahren mehr für die Generation der „Älteren“ interessieren müssen, damit Kelberg lebendig bleibt.
Nicht nur die Eifelzeitung auch viele andere Zeitungen und Wirtschaftsinstitute sind der Meinung -Demografischer Wandel trifft uns hart- 15.09.2010 - Der demografische Wandel trifft Deutschland härter als die meisten anderen Industrieländer. Die gestiegene Lebenserwartung und die geringe Geburtenrate lassen die Gesellschaft altern und schrumpfen. Steht heute jedem unter 20-Jährigen ein über 65-Jähriger gegenüber, werden im Jahr 2050 voraussichtlich schon zwei Senioren auf einen Jugendlichen kommen. Die Einwohnerzahl dürfte bis dahin realistischen Prognosen zufolge um 10 Millionen auf 72 Millionen Menschen sinken. Höhere Geburtenzahlen und der vermehrte Zuzug von Ausländern würden die Entwicklung verlangsamen – stoppen lässt sie sich nicht. besonders stark, was vor allem für die Bereitstellung einer funktionierenden Infrastruktur eine Herausforderung ist. Auch am Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen sorgt die demografische Entwicklung für Probleme. Die Politik ist daher gefordert, alles zu tun, um die Potenziale zusätzlicher Erwerbsbeteiligung zu nutzen. Eine bessere Kinderbetreuung würde Müttern eine schnelle Rückkehr in den Beruf erleichtern. Verkürzte Schul- und Studienzeiten ließen junge Leute schneller ins Arbeitsleben einsteigen. Zudem führt kein Weg daran vorbei, ältere Beschäftigte länger im Beruf zu halten. Wie ernst die Situation in den einzelnen Gemeinden ist, erfahren Sie an anderer Stelle dieser Ausgabe. - Artikel aus Eifelzeitung 37. KW 2010 -
Haben wir Leerstände in den Ortskernen zu befürchten?
Wenn man sich die Statistiken ansieht und sie richtig, ehrlich und gewissenhaft deutet, muss man dies wohl befürchten
Vergreisen unsere Baugebiete der 70er und 80er Jahre? Ich denke das muss nicht der Fall sein, es sei den man erschließt noch mehrere größere Baugebiete. In absehbarer Zeit wird es wie überall einen Überschuss an Wohnraum geben.
Steht uns ein Wandel im Infrastrukturellenbereich bevor?
Ich denke Kelberg ist gut aufgestellt für diese Situation. Die Geschäfte die in Kelberg sind werden von der immer älter werdenden Bevölkerung mit Sicherheit weiter geschätzt und angenommen. Ebenso Ärzte, und Dienstleistungsbetriebe. Die Lage für das Baugewerbe wird sich wohl über Angebot und Nachfrage / Preis regeln. Im Gegensatz zu der Älteren Generation (Tradition und Werte) steht die Jüngere eher auf (Geiz ist Geil)
Schaffen wir es den Trend der Zeit zu meistern?
„Alles zum Leben, Kelberg hat's“ ( in der Hand )
Die Politik und die Gesellschaft werden noch Jahre brauchen um den „Trend“ (die demographische Entwicklung) in den Griff zu bekommen, deshalb finde ich es gut, das man sich in Kelberg jetzt schon bemüht um die Weichen für ein „Lebendiges Kelberg“ zu stellen, planen, wie auch immer...
Deshalb sollten wir nachdenken, über (und vieles mehr)
Gemeinschaftliches Leben und Wohnen in unserem Dorf
Modellprojekt zur Anregung neuer Wohnformen (Wohngemeinschaften für Ältere Mitbewohner in der Gemeinde fördern).
Bildung einer Initiative, die sich dem Thema altersgerechter und generationenübergreifender Wohn-, Lebens und Infrastruktur widmet
Entwicklungen in der Politik und den damit verbundenen Folgen
Bei vielen wird der Wunsch bestehen in ihrer gewohnten Umgebung und in ihrem sozialen Umfeld alt zu werden. Deshalb Steigerung der Wohn- und Lebensqualität für ältere Mitbürger Soziales Miteinander stärken um Isolation zu verhindern Leerstehende sanierungsbedürftige Gebäude, die das Dorfbild prägen sollten erhalten und sinnvoll ausgebaut bzw. renoviert werden Sicherung alter Dorfbild prägender Bausubstanz und Weiterentwicklung von bestehenden Dorfkommunikationsplätzen
Förderung grenzüberschreitender Nachbarschaft
Veranstaltungen zusammenlegen und dafür intensiver betreiben. Feste mit Gemeinschaftscharakter so ausrichten, das finanzielle Gesichtspunkte sekundär sind und somit die Dorfgemeinschaft stärker (primär) in den Vordergrund rückt (spart Geld beim Bürger der eh immer weniger hat und macht mehr Lust an Veranstaltungen teilzunehmen)
z. B. Kirmes & Gewerbemarkt
Handwerkermarkt & Nikolausmarkt
Kirchenfest & Kindergartenfest
Sportfest & Dorffest
In eigener Sache
Nachtrag von Dirk Lademann: Hier kann der Fragebogen angesehen werden
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 24. Januar 2011 um 19:21 Uhr |



Kommentare
- Arbeitsgruppe zur Verwaltungsrefo rm (www.kelbergzoo.de/buerger-in-aktion)
- Projektgruppe Marktplatz
- Leben in Kelberg 2020-2025
Alle diese Themen sind sehr wichtig für Kelberg und werden hoffentlich dem Leben in Kelberg in der Zukunft positiv beitragen.
Kelberg ist die kleinste Verbandsgemeind e im Vulkaneifelkrei s. Verstecken muss sie sich deswegen nicht. Auf 7292 Einwohner kommen 683 Betriebe. Der Verbandsgemeind e ist es sogar gelungen, wieder zu wachsen. Heute leben dort 33 Menschen mehr als noch 2009.
Kelberg. Dafür, dass es wirtschaftlich für die Verbandsgemeind e Kelberg mit ihren 33 Ortsgemeinden gut aussieht, gibt es viele Gründe. Von "der Liebenswürdigke it unserer Dörfer" spricht Verbandsgemeind ebürgermeister Karl Häfner (CDU). Doch er weiß, dass es das Zusammengehörig keitsgefühl der Menschen und die Natur nicht allein sind.
Eine wichtige Rolle spielen auch die Infrastruktur und die Finanzen. Ärzte, Schulen, genügend Arbeitgeber und eine gute Verkehrsanbindu ng sind für die Einwohner wichtig. Besonders stolz ist Häfner darauf, dass die Ortsgemeinde Kelberg mehr Arbeitsplätze bietet als sie Einwohner hat. Firmen wie Rowa, die Automatisierung ssysteme für Apotheken herstellt, Wagner Maschinenbau oder der in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Gewerbepark am Nürburgring beschäftigen jeweils 300 oder mehr Arbeitskräfte und machen die Verbandsgemeind e attraktiv. Auch auf die Finanzen wirkt sich dies positiv aus. Von 33 Ortsgemeinden haben 28 einen ausgeglichenen Haushalt.
Dennoch nahm auch in Kelberg 2004 die Bevölkerung ab. Die Verbandsgemeind e verlor von 2004 auf 2005 mehr als 100 Einwohner und hatte bis 2009 mit dem Rückgang zu kämpfen. Mit Schuld daran seien auch "die Städte, wo unsere Jugendlichen studieren. Denn Städte wie Trier bestehen darauf, dass die Studenten dort ihren Hauptwohnsitz anmelden", sagt Häfner. In der Berechnung des Statistischen Landesamtes tauchen lediglich Personen mit Hauptwohnsitz auf. So stieg die Anzahl der Nebenwohnsitze in Kelberg stetig. Im Jahr 2000 waren es 480 Menschen, die Kelberg als Nebenwohnsitz eintrugen. Dieses Jahr sind es bereits 590. Umso erstaunlicher ist, dass der Verbandsgemeind e trotzdem die Umkehr gelungen ist: 2010 und 2011 sind die Einwohnerzahlen wieder gestiegen. 2009 lebten 7259 Menschen in Kelberg. Ein Jahr später waren es 20 mehr, und heute sind es 7292. "Die Wirtschaftskraf t hält die jungen Leute in den Orten", sagt Häfner.
Doch nicht alle Ortsgemeinden haben sich im gleichen Maß entwickelt. Viele Gemeinden haben ihre Ortsdurchfahrte n ausgebaut oder die Dorfmitte verschönert und Baugebiete angegliedert, "aber es gibt auch Gemeinden, die das verschlafen haben", sagt Häfner. "Wenn dann erst eine ganze Generation in einem Dorf fehlt, ist es schwer, das im Nachhinein wieder hinzukriegen", ergänzt Peter Seifert, der als Abteilungsleite r für die Ordnungs-, Schul- und Sozialverwaltun g in Kelberg arbeitet.
Boxberg gehört zu den Gemeinden, die rechtzeitig gehandelt haben. Bereits vor 20 Jahren hat sie ein Baugebiet angelegt, damit sich junge Familien ansiedeln können. 2002 hat sie ein weiteres Gebiet ausgewiesen. Dass die Strategie aufging, zeigen die Zahlen. So gehört Boxberg zu den wenigen Kommunen, die sich vergrößert haben - von 1999 bis 2009 von 201 Einwohnern auf 218.
"Um zukunftsfähig zu bleiben, haben wir unheimlich viel Geld in Schulen und Sportabteilunge n gesteckt", sagt Seifert. Wichtig ist das, damit die kleinen Schulen genügend Schüler anziehen und nicht geschlossen werden. Die Kelberger Anmeldezahlen haben sich besser entwickelt als prognostiziert, und auch Kinder aus anderen Einzugsbereiche n besuchen die Schulen. Trotzdem könnte es noch Schwierigkeiten geben. Das Schulstruktur-Reformgesetz der Landesregierung sieht nämlich dreizügige Schulen vor, will in Ausnahmefällen aber auch kleinere Schulen weiterführen. Aufgrund der weiten Anfahrtswege versprechen sich die Kelberger nun, dass sie eine Ausnahme sind. "Wir erwarten, dass das Land großzügig von der Ausnahmeregelun g Gebrauch macht", sagt Häfner und argumentiert damit, dass die Verbandsgemeind e eine Fläche von 140 Quadratkilomete rn umfasse.
Auch in den nächsten Jahren möchte Kelberg eigenständig bleiben und in seine Ortsgemeinden investieren. Um möglichen Leerständen vorzubeugen, kann sich Häfner auch vorstellen, Menschen, die sich ein altes Haus in seiner Verbandsgemeind e kaufen, mit einer Pauschalförderu ng zu unterstützen. Zunächst will er allerdings eine Analyse der Ortsgemeinden abwarten, deren Ergebnisse im nächsten Herbst vorliegen sollen (siehe Interview).… Karl Häfner, Bürgermeister (CDU) der Verbandsgemeind e Kelberg. Herr Häfner, obwohl die Verbandsgemeind e Kelberg die kleinste im Vulkaneifelkrei s ist, steht sie finanziell sehr gut da. Wie hat die Kommunalpolitik das erreicht und wie wirkt es sich auf die Einwohner aus? Häfner: "Die Gemeinden haben immer auf ihre Haushalte geachtet. Außerdem haben wir die Dinge nach außen transparent gemacht. Die Gemeinden haben bisher die Hebesätze vergünstigt und die Verkaufspreise für Gewerbeflächen subventioniert. Die Wirtschaftskraf t hält auch viele junge Leute in den Orten." Das ist positiv, dennoch ist es auch für Ihre Verbandsgemeind e nicht leicht, dieses Niveau zu halten. Worin sehen Sie besondere Schwierigkeiten ? Häfner: "Die Breitbandversor gung bereitet uns Schwierigkeiten . In vielen Ortsgemeinden ist sie noch nicht vorhanden. Zudem können wir momentan keine Ausschreibungen dafür vornehmen, weil keine Landesmittel zur Verfügung stehen. Die Telekom möchte nach uns vorliegenden Informationen Ortsgemeinden mit 100 oder weniger Einwohnern gar nicht erschließen." Was nehmen Sie sich vor, damit Ihre Ortsgemeinden für die demografischen Veränderungen bereit sind? Häfner: "Im kommenden Jahr werden die einzelnen Ortsgemeinden analysiert. Gemeinsam mit Daun, Gerolstein und Ulmen lassen wir uns ein Gutachten erstellen. Die Analyse kostet die vier Verbandsgemeind en etwa 355 000 Euro und wird von der EU mit 55 000 Euro bezuschusst. Das Gutachten erfasst die Alters- und Infrastruktur. Wir wollen anhand der Ergebnisse beispielsweise Leerständen vorbeugen." jur
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